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Auszug aus einer Zeitung

Müssen wir für leerstehende Wohnungen die Heizung mitbezahlen?
„Bei der Heizkostenabrechnung legte unser Vermieter immer die Gesamtwohnfläche zugrunde. Zwei Wohnungen in unserem Haus standen lange leer und wurden erst im Herbst letzten Jahres neu vermietet. Als wir jetzt die Nebenkostenabrechnung für 2007 bekamen, wird darin plötzlich nach „beheizten Räumen“ abgerechnet. Das heißt doch nichts anderes, als dass der Hauswirt uns die Heizkosten der leerstehenden Wohnungen aufs Auge drücken will. Darf er das überhaupt?“

Antwort:
Mit solchen Abrechnungstricks versuchen Vermieter gern ihre Verluste durch leerstehende Wohnungen zu verringern. Aber erlaubt ist das nicht. Der Bundesgerichtshof
(Az.: VIII ZR 137/03) hält es für unzulässig, wenn der Hauswirt seinen bisherigen Verteilerschlüssel plötzlich willkürlich ändert. Anteilige Betriebskosten muss er tragen.


Artikel aus der Goslarschen Zeitung, Dezember 2008

Mietern droht hohe Nachzahlung
Berlin. Mietern drohen 2009 saftige Heizkosten-Nachzahlungen. Im Schnitt rechnet der Deutsche Mieterbund mit Nachzahlungen von 30 %. Grund: Die explodierenden Energiepreise, die erst ab September wieder zu sinken begannen. Nach der Abrechnung dürften dann auch die monatlichen Vorauszahlungen steigen.

„2008 war das Jahr der explodierenden Energiepreise“, sagte der Präsident des Deutschen Mieterbundes, Franz-Georg Rips. „Die Zeche werden die Mieter 2009 zahlen müssen, wenn sie ihre Heizkostenabrechnung erhalten.“

Heizöl sei im Durchschnitt um etwa 30 % und Gas etwa 20 % teurer gewesen als 2007. „Ich schätze, dass für eine 80 Quadratmeter große Wohnung insgesamt 1200 bis 1300 Euro an Heizkosten gezahlt werden müssen“, sagte Rips.


In den vergangen vier Jahren sei der Preis für Heizöl um 70 % gestiegen, sagte Rips. „Seit 1998 haben sich die Preise verdreifacht.“ Derzeit seien sie zwar nur halb so hoch wie Mitte Juli, aber immer noch auf dem Niveau des Jahres 2007. „Ich erwarte, dass die Preise 2009 und in den nächsten Jahren weiter steigen werden.“

Nehme man andere Nebenkosten wie kommunale Gebühren, Müll und Abwasser sowie höhere Kaltmieten hinzu, werde die Wohnkostenbelastung 2009 auf knapp 40 % klettern, fügte Rips hinzu. „Für einkommensschwächere Haushalte bedeutet diese Preisentwicklung, dass sie mehr als 50 % ihres Nettoeinkommens für Wohnung und Haushaltsenergie zahlen müssen.“                




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